Darum geht's

"Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber glaube noch stärker und freue dich in Christus, welcher der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt!"

[Martin Luther in einem Brief an Philipp Melanchthon vom August 1521]


Hauptpunkte

  1. Ich bin ein Sünder.
  2. Gott schenkt mir Gnade.
  3. Ich bin ein Gerechter.

Vorbereitung

Überlege dir: Wie gehst du mit der Möglichkeit um, dass du noch Fehler begehst und sündigst? Was macht es mit dir, dass du nicht perfekt bist?


Kleingruppenfragen

  1. Kann man gleichzeitig Sünder und Gerechter sein?
  2. Kann ich zu meinem Heil wirklich nichts beitragen?
  3. Was schenkt mir Gott alles in Jesus Christus?

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Römer 7-8,1

Nun spreche ich ja zu Leuten, die etwas vom Gesetz verstehen. Dann ist euch doch sicher auch klar, Geschwister, dass das Gesetz für einen Menschen nur so lange Geltung hat, wie er lebt. 2 Eine verheiratete Frau zum Beispiel ist durch das Gesetz an ihren Mann gebunden, solange er lebt. Wenn ihr Mann stirbt, ist die Bestimmung, durch die sie an ihn gebunden war, für sie hinfällig geworden. 3 Folglich wird sie, wenn sie sich zu Lebzeiten ihres Mannes mit einem anderen Mann einlässt, als Ehebrecherin angesehen. Stirbt ihr Mann jedoch, dann ist sie nicht mehr durch das Gesetz gebunden. Es ist ihr freigestellt, einen anderen Mann zu heiraten; sie wird deswegen nicht zur Ehebrecherin. 4 Auch bei euch ist es so, Geschwister. Indem Christus für euch starb, wurde an seinem Leib das Urteil vollzogen, das sich aufgrund des Gesetzes gegen euch richtete. Damit aber seid ihr dem Gesetz gegenüber tot, sodass ihr jetzt einem anderen gehören könnt, dem, der von den Toten auferstanden ist. Und das bedeutet: Jetzt kann unser Leben für Gott fruchtbar werden. 5 Denn als unser Leben noch von unserer eigenen Natur bestimmt war, wirkten sich in allem, was wir taten, die sündigen Leidenschaften aus, die vom Gesetz geweckt wurden. Und die einzige Frucht, die das brachte, war der Tod. 6 Jetzt aber, wo wir dem Gesetz gegenüber gestorben sind, das uns gefangen hielt, unterstehen wir ihm nicht länger. Wir stehen jetzt im Dienst einer neuen Ordnung, der des Geistes, und unterstehen nicht mehr der alten Ordnung, die vom Buchstaben des Gesetzes bestimmt war. 7 Welchen Schluss sollen wir nun daraus ziehen? Ist das Gesetz denn´im Grunde genommen` Sünde? Niemals! Aber ohne das Gesetz hätte ich nicht erkannt, was Sünde ist. Ich hätte nicht begriffen, was Begierde ist, wenn das Gesetz nicht sagen würde: »Gib der Begierde keinen Raum!« 8 Die Sünde ergriff die Gelegenheit und weckte in mir durch das Verbot jede nur denkbare Begierde. Ohne das Gesetz ist also die Sünde tot. 9 Ich dagegen war am Leben, solange ich das Gesetz nicht kannte. Doch als dann das Gesetz mit seinen Forderungen an mich herantrat,´war es umgekehrt:` Jetzt war es die Sünde, die zum Leben erwachte, 10 ich aber starb. Ich musste feststellen, dass das Gesetz, das dazu bestimmt war, mir das Leben zu bringen, mir den Tod brachte. 11 Denn die Sünde ergriff die Gelegenheit, die sich ihr durch das Gesetz bot: Zuerst benutzte sie es, um mich zu betrügen, und dann, um mich zu töten. 12 Es bleibt also dabei, dass das Gesetz heilig ist; seine Forderungen sind heilig, gerecht und gut. 13 Aber heißt das dann, dass etwas, was gut ist, für mich zur Ursache des Todes wurde? Niemals! Es ist die Sünde gewesen; sie hat mir den Tod gebracht und hat dazu das Gute benutzt. Damit zeigte sie ihr wahres Gesicht; gerade die Forderungen des Gesetzes mussten dazu dienen, die grenzenlose Schlechtigkeit der Sünde ans Licht zu bringen. 14 Das Gesetz ist durch Gottes Geist gegeben worden, das wissen wir. Ich aber bin meiner eigenen Natur ausgeliefert; ich bin an die Sünde verkauft und ihr unterworfen. 15 Ich verstehe selbst nicht, warum ich so handle, wie ich handle. Denn ich tue nicht das, was ich tun will; im Gegenteil, ich tue das, was ich verabscheue. 16 Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann gebe ich damit dem Gesetz recht und heiße es gut. 17 Und das bedeutet: Der, der handelt, bin nicht mehr ich, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 18 Ich weiß ja, dass in mir, das heißt in meiner eigenen Natur, nichts Gutes wohnt. Obwohl es mir nicht am Wollen fehlt, bringe ich es nicht zustande, das Richtige zu tun. 19 Ich tue nicht das Gute, das ich tun will, sondern das Böse, das ich nicht tun will. 20 Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann handle nicht mehr ich selbst, sondern die Sünde, die in mir wohnt. 21 Ich stelle also folgende Gesetzmäßigkeit bei mir fest: So sehr ich das Richtige tun will– was bei mir zustande kommt, ist das Böse. 22 Zwar stimme ich meiner innersten Überzeugung nach dem Gesetz Gottes mit Freude zu, 23 doch in meinem Handeln sehe ich ein anderes Gesetz am Werk. Es steht im Kampf mit dem Gesetz, dem ich innerlich zustimme, und macht mich zu seinem Gefangenen. Darum stehe ich nun unter dem Gesetz der Sünde, und mein Handeln wird von diesem Gesetz bestimmt. 24 Ich unglückseliger Mensch! Mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wird mich denn niemand aus diesem elenden Zustand befreien? 25 Doch! Und dafür danke ich Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn. Es gilt also beides: Während ich meiner innersten Überzeugung nach dem Gesetz Gottes diene, bin ich doch gleichzeitig, so wie ich von Natur aus bin, an das Gesetz der Sünde versklavt.Müssen wir denn nun noch damit rechnen, verurteilt zu werden? Nein, für die, die mit Jesus Christus verbunden sind, gibt es keine Verurteilung mehr. (Römer 7,1-8:1)
Bild: flickr / Ralf Schulze, Lizenz: CC-BY-NC-2.0

Sündige tapfer


Notizen

Recap Reihe:

  • Thema: SÜNDE
  • Muster: Bild, Jesus, 2 Fragen
  • Bilder: Blindheit, Herzenshärte, Sucht, Selbstvergötterung/-aufgabe, Geld, Sicherheit, Trägheit

Was mache ich mit all dem jetzt?

Gleichzeitig Predigt zum Reformationsjubiläum (Wofür steht eigentlich die "Reformation"? "solus/sola...")


Notizen für den Techniker

Dies ist Folie 1

Diese Folie kann schon bei der Schriftlesung eingeblendet werden.

Bild:


Notizen

*1497 Bretten, mit 12 Uni HD, mit 21 Rektor der neugegründeten Universität Wittenberg
Universalgenie: Reform der Uni-Ausbildung, Grammatiken in Griechisch und Lateinisch, Lehrbücher in Lehrbücher zu Fächern wie Rhetorik, Ethik, Physik, Geschichte, Geographie und Astrologie, erstes Gymnasium in Nürnberg, ...
"Organisator der Reformation", bereits 1521 erste Ausgabe der "Loci communes rerum theologicarum", Theologe, "Praeceptor Germaniae" (Lehrer Deutschlands)
Durchsicht und Korrektur von Luthers Bibelübersetzung

Aber:
Von Luther, so sagte Melanchthon selbst, habe er das Evangelium gelernt. Jedoch waren beide sehr unterschiedlich. Während Luther kräftig, korpulent, oft polternd und volksnah war, wirkte Melanchthon sensibel, leicht verletzbar und zart. Luther ärgerte sich bisweilen über die Vorsichtigkeit seines 14 Jahre jüngeren Mitstreiters, wogegen Melanchthon gelegentlich unter der groben und aggressiven Art Luthers litt. Trotz alledem schätzten sich beide sehr und wussten um die Vorzüge und Stärken des anderen. [Wikipedia, s.v. "Philipp Melanchthon"]

"Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber glaube noch stärker und freue dich in Christus, welcher der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt!" [Martin Luther in einem Brief an Philipp Melanchthon vom 1. August 1521]

 

 


Notizen für den Techniker

Dies ist Folie 2

Auf dieser Folie stelle ich Philipp Melanchthon vor und lese aus Luthers Brief an ihn.

Bild: pixabay / sipa, Lizenz: CC0

Ich bin ein Sünder.


Bibelstellen

worden, das wissen wir. Ich aber bin meiner eigenen Natur ausgeliefert; ich bin an die Sünde verkauft und ihr unterworfen.
 15 Ich verstehe selbst nicht, warum ich so handle, wie ich handle. Denn ich tue nicht das, was ich tun will; im Gegenteil, ich tue das, was ich verabscheue.
 16 Wenn ich aber das, was ich tue, gar nicht tun will, dann gebe ich damit dem Gesetz recht und heiße es gut.
 17 Und das bedeutet: Der, der handelt, bin nicht mehr ich, sondern die Sünde, die in mir wohnt.
 (Rom 7:14-17 NGU)

 21 Ich stelle also folgende Gesetzmäßigkeit bei mir fest: So sehr ich das Richtige tun will– was bei mir zustande kommt, ist das Böse. (Rom 7:21 NGU)

alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck, (Rom 3:23 NGU)

 8 Wenn wir behaupten, ohne Sünde zu sein, betrügen wir uns selbst und verschließen uns der Wahrheit. (1Jo 1:8 NGU)


Notizen

"Sei ein Sünder..."

Ich BIN ein Sünder.

Sünde als Zielverfehlung und Macht, die mich bestimmt ("Personzentrum": Gefühl, Verstand, Wille)

 

 

 


Notizen für den Techniker

Dies ist Folie 3

Auf dieser Folie rede ich über die Sünde im Leben jedes Menschen.

Bild: pixabay / congerdesign, Lizenz: CC0

Gott schenkt mir Gnade.


Bibelstellen

 24 Ich unglückseliger Mensch! Mein ganzes Dasein ist dem Tod verfallen. Wird mich denn niemand aus diesem elenden Zustand befreien?
 25 Doch! Und dafür danke ich Gott durch Jesus Christus, unseren Herrn.  (Rom 7:24-25 NGU)

 21 Doch jetzt hat Gott– unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten– seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen.
 22 Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied,´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,`
 23 denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck,
 24 und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.
 (Rom 3:21-24 NGU)

 8 Wenn wir behaupten, ohne Sünde zu sein, betrügen wir uns selbst und verschließen uns der Wahrheit.
 9 Doch wenn wir unsere Sünden bekennen, erweist Gott sich als treu und gerecht: Er vergibt uns unsere Sünden und reinigt uns von allem Unrecht,´das wir begangen haben`. (1Jo 1:8-9 NGU)

 

 


Notizen

"Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber glaube noch stärker und freue dich in Christus, welcher der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt!" 

Dem Problem meiner Sünde stellt Gott Christus und seine Gnade gegenüber.

Ich kann es nicht. Er kann es.

Ich verdiene es nicht. Er schenkt es.

Wo niemand sich vor Gott rühmen kann, schenkt er Vergebung, Gerechtigkeit und Leben unverdient.

Rom 3:23, 1Jo 1:8 Kontext!

Feier im Abendmahl.


Notizen für den Techniker

Dies ist Folie 4

Auf dieser Folie erkläre ich, wie Jesus das Problem der Sünde löst.

Bild: pixabay / TeroVesalainen, Lizenz: CC0

Ich bin ein Gerechter.


Bibelstellen

 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. (Rom 8:1 LUT)

21 Doch jetzt hat Gott– unabhängig vom Gesetz, aber in Übereinstimmung mit den Aussagen des Gesetzes und der Propheten– seine Gerechtigkeit sichtbar werden lassen.
 22 Es ist eine Gerechtigkeit, deren Grundlage der Glaube an Jesus Christus ist und die allen zugute kommt, die glauben. Dabei macht es keinen Unterschied,´ob jemand Jude oder Nichtjude ist,`
 23 denn alle haben gesündigt, und in ihrem Leben kommt Gottes Herrlichkeit nicht mehr zum Ausdruck,
 24 und dass sie für gerecht erklärt werden, beruht auf seiner Gnade. Es ist sein freies Geschenk aufgrund der Erlösung durch Jesus Christus.
 (Rom 3:21-24 NGU)


Notizen

 So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. (Rom 8:1 LUT) = FREISPRUCH ("gerecht")

vgl. Rom 4, Abraham 3 Denn was sagt die Schrift? »Abraham hat Gott geglaubt, und das ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet worden.« (Rom 4:3 LUT)

Rom 3:23 Kontext

Bin ich dann kein Sünder mehr?
Ewige Spannung: SIMUL iustus et peccator
Heiligungsgedanken (Rom 12,2) nicht übertreiben!

"Sei ein Sünder und sündige kräftig, aber glaube noch stärker und freue dich in Christus, welcher der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt!"

Luther: Zentrum der Reformation, Kern des "Evangeliums", Articulus stantis et cadentis ecclesiae

 16 Zu dieser Botschaft bekenne ich mich offen und ohne mich zu schämen, denn das Evangelium ist die Kraft Gottes, die jedem, der glaubt, Rettung bringt. Das gilt zunächst für die Juden, es gilt aber auch für jeden anderen Menschen.
 17 Denn im Evangelium zeigt uns Gott seine Gerechtigkeit, eine Gerechtigkeit, zu der man durch den Glauben Zugang hat; sie kommt dem zugute, der ihm vertraut. Darum heißt es in der Schrift: »Der Gerechte wird leben, weil er glaubt.« (Rom 1:16-17 NGU)

 

 

 


Notizen für den Techniker

Dies ist Folie 5

Auf dieser Folie erkläre ich, warum ich mich als "Gerechter" bezeichnen kann.

Bild: flickr / Ralf Schulze, Lizenz: CC-BY-NC-2.0

Sündige tapfer


Bibelstellen

So gibt es nun keine Verdammnis für die, die in Christus Jesus sind. (Rom 8:1 LUT)


Notizen

  • Ich mache mir nichts vor: Ich bin ein Sünder.
  • Ich schaue auf Jesus: In ihm zeigt sich Gottes Liebe und Gnade.
  • Ich komme gerecht gesprochen vor Gott.

"... aber glaube noch stärker und freue dich in Christus, welcher der Sieger ist über die Sünde, den Tod und die Welt!"


Notizen für den Techniker

Dies ist Folie 6

Auf dieser Folie fasse ich die Predigt zusammen und lade zu Anbetung und Abendmahl ein.